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By Rüdiger Hachtmann

Die deutsche Arbeitsfront als unternehmerische Macht: Eine politische employer im Kern des NS-Wirtschaftssystems.

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF), mitgliederstärkste enterprise des Dritten Reiches, besaß einen riesigen Unternehmenskomplex, der mit bis zu 200.000 Arbeitnehmern und einem Umsatz von ca. 2 Mrd. Reichsmark im Jahr zu den größten deutschen Konzernen gehörte. Dieses Unternehmenskonglomerat struggle vor allem im financial institution- und Versicherungsgewerbe, im Bau- und Wohnungswesen, im Verlagswesen und Buchhandel, im Automobil- und Schiffsbau sowie im Einzelhandel tätig. Dazu gehörten Unternehmen wie die "Neue Heimat", das spätere VW-Werk oder der Langen-Müller Verlag. Rüdiger Hachtmann stellt die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert ihre Vorgeschichte sowie Entwicklungen nach dem Krieg. Darüber hinaus untersucht der Autor Grundfragen der Geschichte des Dritten Reiches: Warum beschränkten sich NS-Organisationen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, sondern wurden darüber hinaus als Unternehmer tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamtwirtschaftlichen Konstellationen? Wie reagierten die privatwirtschaftliche Konkurrenz und die politischen Rivalen? was once hielt das Unternehmenskonglomerat der Arbeitsfront überhaupt zusammen? Welche politischen Aufgaben wies die DAF ihrem Konzern zu?

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658 Archivalische Quellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 661 Bibliographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 663 sign in . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 687 7 Einleitung Fällt der identify »Deutsche Arbeitsfront« oder auch kurz »DAF«, denkt guy an die riesige und mit 1942 schließlich intestine 25 Millionen Mitgliedern mitgliederstärkste – und infolgedessen auch finanzkräftigste – organization des Dritten Reiches. Die Umstände der Gründung dieser NS-Massenor­ga­nisation sind einigermaßen bekannt: Am 2. Mai 1933 besetzten Schlägertrupps der SA und der »Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation« (NSBO) die Gewerkschaftshäuser und besiegelten damit das Ende der Weimarer Arbeiterbewegung. Wenige Tage später wurde die DAF aus der Taufe gehoben. Sie schien die Nachfolge der bis 1933 bestehenden, in politische Richtungen gespaltenen Arbeitnehmerverbände anzutreten, entwickelte sich dann jedoch in eine ganz andere Richtung. Ziemlich unbekannt ist hingegen, dass die DAF einen riesigen Unternehmenskom­plex besaß, der auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges ungefähr zweihunderttausend Arbeitnehmer beschäftigte und einen Umsatz von grob zwei Mrd. RM im Jahr machte. Wenn der gigantische Konzern der Arbeitsfront weitgehend unbemerkt geblieben ist, dann vor allem aus zwei Gründen: Zum einen battle das Unternehmenskonglomerat über so viele Branchen verstreut und derart verschachtelt, dass selbst besser informierten Zeitgenossen die Gesamtdimensionen dieses Konzerns verborgen blieben. Zum anderen struggle die DAF eine politische company und eine der Herrschaftssäulen der NS-Diktatur. Dass sie auch die Eigen­tümerin eines riesigen Wirtschaftsimperiums struggle, schien demgegenüber von untergeordneter Bedeutung zu sein. Dabei wirft gerade dieser Aspekt – eine herausragende politische agency, die über einen bereits in seinen quantitativen Dimensionen kaum überschaubaren Konzern verfügte – Fragen auf, die die NS-Forschung seit langem bewegen und auch die vorliegende Darstellung prägen: In welchem Verhältnis standen ab 1933 Politik und Privatökonomie zueinander? Warum beschränkten sich die Partei bzw. deren Vorfeldorganisationen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, warum wurden sie darüber hinaus in Unternehmerfunktionen tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamtwirtschaftlichen Konstellationen? Setzten die Arbeitsfront und andere NS-Organisationen und -institutionen, die sich gleichfalls privatwirtschaftlich engagierten, dadurch sukzessive marktwirtschaftliche Mechanismen außer Kraft – oder perpetuierten sie diese umgekehrt gerade dadurch, dass sie zum Eigentümer von Wirtschaftsunternehmen wurden, die sich privater Konkurrenz stellen mussten? Mit Blick auf die Arbeitsfront drängt sich außerdem z. B. die Frage auf, warum diese sich nicht darauf beschränkte, lediglich den Komplex an Unternehmen und Genossenschaften zu erhalten, der ihr aus dem Besitz der Gewerkschaften zugefallen struggle. Warum setzten die Protagonisten der DAF vielmehr alles daran, ihren Konzern gleich in einer ganzen Reihe von Branchen  – im Bau- und Wohnungs­ nine einleitung wesen, im financial institution- und Versicherungsgewerbe, im Verlagswesen und Buchhandel, im Einzelhandel, im Fahrzeug- und Schiffsbau sowie perspektivisch in weiteren Wirtschaftszweigen – in eine marktbeherrschende Stellung zu hieven?

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